Die Normalverteilung N(μ σ2) mit Mittelwert μ und Varianz σ2 ist die bekannteste und am häufigsten verwendete Verteilung. Sie ist stetig, symmetrisch um ihren Mittelwert, ihre Dichte ist glockenförmig und sie ist für alle reellen Zahlen definiert.
Ihre Dichte ist gegeben als:
Die Beliebtheit der Normalverteilung begründet sich durch den Zentralen Grenzwertsatz (ZGWS), nach dem der Mittelwert einer Stichprobe normalverteilt ist, wenn gilt:
Damit sind die Mittelwerte von Messreihen aus stabilen Prozessen immer normalverteilt. Anders herum kann die Stabilität von Prozessen über diese Eigenschaft geprüft werden: Sind die Mittelwerte von Messreihen aus einem Prozess nicht normalverteilt, ist der Prozess nicht stabil.
Dabei ist eine natürliche Variabilität der Messwerte "normal". Bei systematischen Abweichungen (z. B. Chargenabhängigkeit) muss hingegen sorgfältig geprüft werden, ob eine Normalverteilungsannahme gerechtfertigt ist.
Die Annahme der Normalverteilung bei einer nicht-stabilen Grundgesamtheit kann zu falschen Ergebnissen führen!
Für die Normalverteilung gibt es eine Reihe von charakteristischen Kennzahlen:
Diese Kennzahlen werden bei der Überprüfung der Normalverteilungsannahme verwendet.
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